1. Schulinterner Pierre-de-Coubertin Award

In weniger als einer Woche werden die olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang mit einer eindrucksvollen Eröffnungszeremonie eingeläutet.

Nicht nur wir Zuschauer fiebern diesem Moment schon lange entgegen, auch die Sportlerinnen und Sportler, die sich jahrelang auf diesen Höhepunkt vorbereiten, sind in Vorfreude auf dieses riesige Sportevent. Jedes Jahr nehmen die Zuschauer- und Athletenzahlen zu, die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien werden immer imposanter und die Anzahl der Wettkämpfe wächst von Jahr zu Jahr.

Die Neuzeit ohne Olympische Spiele? – Kaum vorstellbar.

Doch hätte sich Pierre de Coubertin nicht dafür eingesetzt, die Olympischen Spiele nach dem Vorbild der Antike wieder einzuführen, würde es dieses sportliche Event gar nicht geben.

Ihm zu Ehren wird bei uns in der Schule alle zwei Jahre der Pierre-de-Coubertin Award zelebriert. Traditionell beginnt dieser Tag mit einer kleinen Eröffnungsfeier, dieses Jahr organisiert und durchgeführt von den Eissportarten unserer Schule. Das Anliegen dieses besonderen Tages ist es, den Schülern der 9. und 10. Klassen die olympischen Werte wie Fairplay, Exzellenz, gegenseitiger Respekt und Freude an der Anstrengung zu vermitteln.

Auch in diesem Jahr versuchten die Schüler in fünf verschiedenen Disziplinen zu zeigen, dass sie die Idee Coubertins verstanden haben und vor allem bereit sind, diese in die Tat umzusetzen.

Es gab zahlreiche Gelegenheiten, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

Nach einer Vorlesung über die Arbeit und das Leben Coubertins durch Frau Nikolaus und Frau Blümel erfuhren die Schüler etwas genauer über das Schaffen dieses Humanisten. Nach traditionellem Konzept wurde die Mehrzahl der Wettbewerbe in Form bilingualer Module durchgeführt, um den Teilnehmern zu zeigen, dass der Umgang mit anderen Sprachen Spaß macht. In verschiedenen Sportwettkämpfen mussten die Teilnehmer beweisen, dass sie nicht nur in ihrer Spezialsportart Höchstleistungen erbringen können. Im Eishockey-Zielschießen, Curling und Rodeln ging es darum, seine Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Taktik und Technik waren dann vor allem beim Biathlon und Skispringen gefragt, im Vordergrund stand natürlich immer der Spaß und das Ziel neue Erfahrungen zu sammeln.

Anschließend ging es um die künstlerische Kreativität der Teilnehmer, im Musikworkshop war Rhythmusgefühl und Taktsicherheit gefragt. Parallel dazu diskutierten andere Teams über sportgerechte Ernährung und olympische Werte.

Eine der wichtigsten Disziplinen des Coubertin Awards ist mit Sicherheit der Wissenstest am Ende der zwei Tage. Die Schüler sollten ihr gelerntes Wissen über die Olympischen Spiele und das Leben und Werk Pierre de Coubertins anwenden, um die Fragen zu beantworten. Zusammen mit der sozialen Leistung symbolisieren diese Disziplinen die fünf olympischen Ringe.

Ziel dieses Awards ist es, sich für das alle zwei Jahre stattfindende Jugendforum zu qualifizieren. Jeweils die drei Jahrgangsbesten erhalten einen Platz im Schulteam, um am 12. Jugendforum 2019 in Mâcon (Frankreich) teilzunehmen.

Als ehemalige Teilnehmer und Vertreter unserer Schule am 11. Jugendforum 2017 in Ülenurme (Estland) können wir aus eigener Erfahrung sagen, dass es eine wunderschöne Woche war. Man hat die Möglichkeit, viele neue Freunde aus aller Welt zu treffen und tolle Erfahrungen zu sammeln. Gemeinsam mit ihnen macht es noch mehr Spaß, die Gedanken und Ideen Pierre de Coubertins anzuwenden und zu verbreiten. Es waren besondere Momente, die wir nie wieder vergessen werden und hoffen, dass sich die Teilnehmer des diesjährigen Coubertin-Awards auch so sehr auf das Jugendforum freuen.

Wir danken Frau Dr. Nikolaus für die Organisation dieser zwei Tage und für die Möglichkeit, unsere Schule am Jugendforum repräsentieren zu können.

Paula Mertten & Antonia Greskamp