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Die Bücher sind abgegeben, die Zensuren stehen fest, wie also die letzte Schulwoche sinnvoll nutzen? Am Sportgymnasium wird in dieser Woche auf Initiative zweier junger Lehrerinnen und in Abstimmung mit der Schulleitung eine Projektwoche zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit durchgeführt.

In 11 Projektgruppen wird recherchiert, diskutiert, gebastelt, gepflanzt, gebaut – immer mit Bezug zur Thematik. Dabei arbeiten die Schüler klassenübergreifend in den einzelnen Projekten, die von Lehrern, die sich langfristig auf die einzelnen Themen vorbereitet haben, betreut werden.

So beschäftigt sich eine Projektgruppe beispielsweise mit der Thematik, wie Plastik im Alltag vermieden werden kann und wie richtige Mülltrennung funktioniert.

Dabei wurden alle Abfalleimer in der Schule, in den Unterrichtsräumen und in den Fluren, mit entsprechenden Flyern ausgestattet, auf denen punktgenau die Zuordnung des Mülls dargestellt ist. So hofft man, die Schüler und Lehrer für diese Thematik auch im Alltag zu sensibilisieren.

In einer anderen Projektgruppe steht das Thema der nachhaltigen Mobilität im Mittelpunkt, wobei themenbezogene Arbeitsblätter den Einstieg in die Diskussion erleichtern sollen.

Das “Klassenzimmer im Freien”, welches eine Antwort auf die Frage finden möchte, wie man unsere Schule grüner gestalten könnte, hat vor allem mit praktischer Gärtnerarbeit zu tun. So werden mehrere Beete mit über 30 verschiedenen Kräutern angelegt, die später für die Zubereitung des Mensaessens genutzt werden sollen. Den Schülern gefiel hier vor allem der Anteil der praktischen Arbeit und die Aussicht auf wirkliche Nachhaltigkeit.

Solch ein Kräutergarten soll nicht nur die gesunde Ernährung der Sportler unterstützen, sondern auch Insekten anlocken. Finanziell wird dieses Projekt über Spenden des Fördervereins und von Kollegen unterstützt. Federführend ist hier die Kunsterzieherin und Deutschlehrerin Frau Henkel-Ernst.

“Wie kann ich mich nachhaltig kleiden?”, diese Frage stellt sich eine andere Projektgruppe. Es geht unter anderem darum, alte Kleidungsstücke nicht einfach zu entsorgen, sondern sie mit verschiedenen Methoden am Leben zu erhalten.

Dabei wird mit Naturfarben gearbeitet, erlernen die Schüler verschiedene Techniken, um kreativ tätig zu werden.

Diese Möglichkeit, die eigene Kreativität auszuleben, war für einige Schüler auch die Motivation, sich in dieser Projektgruppe nachhaltig einzubringen.

Ein spannendes Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Schüler und Lehrer nachhaltig, saisonal, regional und gesund ernähren können.

Untersucht wird auch, wie unser ökologischer Fußabdruck, der in den westlichen Industriestaaten um ein Vielfaches größer ist als beispielsweise in afrikanischen Ländern, verkleinert werden kann.

Da alle Welt von der Digitalisierung der Gesellschaft spricht, nimmt es nicht wunder, dass sich eine Projektgruppe auch mit dieser Thematik beschäftigt.

Allerdings geschieht das nicht im herkömmlichen Sinne, vielmehr wird der Finger in die Wunde gesteckt und untersucht, inwiefern diese zunehmende Digitalisierung des Alltags die Umwelt belastet. Auch hier sollen die Schüler sensibilisiert werden, den eigenen Umgang mit dem Smartphone kritisch zu hinterfragen.

Am letzten Tag der Projektwoche schließlich, am Donnerstag, dem 14.07., wird ein sogenanntes Happening veranstaltet, bei dem Erfahrungen ausgetauscht werden und Geschaffenes präsentiert wird./am