TEAM GER, BRAMit vier Siegen und drei Niederlagen schlug sich die sehr junge Mannschaft des Sportgymnasiums Erfurt respektabel und belegte nach acht Tagen in der serbischen Hauptstadt Belgrad im 32 Teams starken Teilnehmerfeld den 13. Platz.
Im Kader stand mit Max Stückrad nur ein Spieler des Hauptjahrganges 1998. Mit Darius Gebauer, Lukas Schneider, Lucian Keller, Max Backhaus und Nikita Litzbarski waren sogar fünf Spieler des Jahrganges 2001 dabei, so dass die Thüringer Deutschlandvertretung mit dem jüngsten Kader des Turnieres antrat.

Nach der Anreise am Samstag, 25. Juni 2016 startete am Sonntag die Vorrunde. Im Duell mit Dänemark kam es gleich zum möglichen Entscheidungsspiel um den zweiten Gruppenplatz, da die weiteren Gegner Iran als Favorit und Armenien eher als Außenseiter galten. So entwickelte sich über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel. Die Thüringer setzten sich zum Ende der Sätze jeweils ab und entschieden das Match mit 2:0 (25:16, 25:22) für sich. Nach der abendlichen Eröffnungsfeier stand am Montag ein intensiver zweiter Vorrundentag an. Bei etwa 35 Grad und einer nicht klimatisierten Wettkampfhalle fanden die Spiele gegen Iran und Armenien statt. Gegen die körperlich deutlich überlegenen Asiaten, die am Ende die Bronzemedaille erkämpften, kam das deutsche Team nicht ins Spiel und musste sich klar mit 0:2 (17:25, 15:25) geschlagen geben. Direkt im Anschluss klappte es besser.
Durch den 2:0 (25:10, 25:17)-Erfolg gegen Armenien war der zweite Gruppenplatz und damit der Einzug ins Achtelfinale am Dienstag perfekt. Gegner dort war Frankreich. Die Erfurter starteten furios mit 4:0. Kämpferisch überzeugend hielten sie die Franzosen
bis zum 13:11 auf Distanz. Eine Schwächephase in der Annahme brachte einen vier Punkte Rückstand, der nicht mehr einzuholen war.
Der erste Satz endete mit 18:25. Überzeugend dann die Anfangsphase des zweiten Satzes. Beim 7:1 deutete schon alles auf einen Satzausgleich hin. Doch elf direkte Angriffsfehler brachten die Franzosen zurück ins Spiel und damit den entscheidenden Satzgewinn (20:25).
Damit spielte die deutsche Mannschaft um die Plätze 9 bis 16. Nach einem spielfreien Tag (Stadtbegehung und Abend
der Nationen) war am Donnerstag Ungarn der Gegner. Mit einigen Veränderungen in der Startformation blieb das Spiel ständig spannend.
Beide Teams konnten sich nur minimal absetzen. Ungarn war beim 0:2 (28:30, 27:29) aber am Ende der glückliche Sieger.
Im Halbfinale um Platz 13 kam es am Freitag zum Duell mit Mazedonien. Nach guter taktischer Leistung konnte sich das deutsche Team mit
2:0 (25:22, 25:21) durchsetzen und qualifizierte sich für das Finale um Platz 13 gegen Brasilien. Das Match sollte zum Highlight
werden, da die Thüringer ihre beste Turnierleistung abrufen konnten. Gegen körperlich starke und spielfreudige Brasilianer war es zunächst
ein Duell auf Augenhöhe. Einige Unkonzentriertheiten in der Annahme brachten einen 13:19 Rückstand. Mit dem Wechsel von Pepe
Stauß zum Aufschlag wendete sich das Blatt. Punkt für Punkt kämpfte sich das deutsche Team heran und entschied den Satz mit 25:22 für sich. Der zweite Durchgang war an Dramatik nicht zu überbieten. Beide Teams boten viele spektakuläre Ballwechsel.
Nach einer Vielzahl von Satz- und Matchbällen konnte Deutschland den Satz mit 35:33 und damit das Spiel mit 2:0 für sich entscheiden.
Der Besuch der beiden Finalspiele und die anschließende Abschlussfeier rundeten diese besonderen Momente ab.
Herzlichen Glückwunsch an die gesamte Mannschaft!

VG Jan Wunderlich