Die USA-das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 10 Tage waren 6 Volleyballerinnen unserer Schule in einem der größten Staaten der USA, sowohl von der Fläche als auch von der Einwohnerzahl, dem Sunshine State Florida. Sie repräsentierten dort den VC Gotha, aber auch als
einzige deutsche Mannschaft die Nachwuchsarbeit des Deutschen Volleyball Verbandes außerhalb der Bundesstützpunkte bei den 49th AAU girls‘ junior national volleyball championships. Es nahmen insgesamt 178.000 Athleten aus 48 Staaten in 4.450 Teams teil.

Eine lange, aufwendige Organisation und Vorbereitung hatte sich ausgezahlt. Mit viel Vorfreude und großen Erwartungen bereiteten sich 5 Spielerinnen des VC Gothas und 6 Spielerinnen von den Volley Juniors Thüringen (Schülerinnen unserer Schule) intensiv auf das weltweit größte Volleyballturnier in den USA vor. Mit der Unterstützung der Trainer Robert Werner, Bianka Werner und Marius Stucke steuerte das Team die AAU Volleyball Nationals in Orlando, Florida, an.
Am Montag, dem 20. Juni 2022, startete die über 20-stündige Anreise. Nach einem stressigen Check-in und verspäteten Fliegern ging es über Frankfurt nach Amsterdam, Boston und schließlich zum Zielort Orlando.
Am nächsten Morgen mussten sich die Mädels erst einmal von der großen Aufregung erholen und sich an die Wetterumstellung sowie die Zeitverschiebung gewöhnen. Dennoch standen erste Bewegungen und etwas Laufen auf dem Plan, um das lange Sitzen im Flugzeug aus den Knochen zu bekommen.

Den Tag vor dem Turnierstart verbrachten sie bei schönstem Wetter am Daytona Beach, dort badeten alle im Atlantik und erkundeten die Gegend. Am Abend wurde dann auch schon die erste Bekanntschaft mit der Halle, dem Covention Center, gemacht, in der das Turnier stattfinden sollte.
Völlig überwältigt von der Anzahl der Felder (150 an der Zahl in einer von zwei Hallen), der Lautstärke und der ungewohnten Größe der Halle trainierten die Spielerinnen und arbeiteten vor allem an der Ballkontrolle und trafen letzte Abstimmungen zur finalen Spielvorbereitung, um für
das Turnier am nächsten Tag fit zu sein.


Am Donnerstag (23.06) war es dann endlich so weit: Trotz der verständlichen Nervosität absolvierte und gewann die deutsche Mannschaft das erste Spiel. Nach einer Niederlage im zweiten Spiel gegen
die später Zweitplatzierten des ganzen Turniers siegte sie im Spiel 3 mit einem 2:1 und erkämpfte sich somit Platz 2 der Gruppe.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist ruqjzfpvimg

Der zweite Turniertag startete früh um 8 Uhr auf Court 73. Die Gegnerinnen zeigten sich ruhiger in der Ballkontrolle und noch aggressiver in den einzelnen Elementen und gewannen dadurch knapp die ersten beiden Spiele. Doch im letzten Spiel konnte unser Team noch einmal zeigen, was in ihm steckt und erkämpfte sich im Tiebreak mit einer starken Mannschaftsleistung verdient den Sieg.

Die Trainer forderten am Samstag noch mehr Freude am Spiel und das Zeigen von Emotionen nach erfolgreichen Aktionen, aber auch Aktivität, was auch direkt umgesetzt werden konnte. Mit einer starken Leistung als Team, gutem Durchhaltevermögen und dem Kampf um jeden Ball fuhren die noch jungen deutschen Spielerinnen den Gruppensieg mit dem bestmöglichen Tagesergebnis ein.

Zufrieden und stolz, aber auch mit bereits 3 Turniertagen in den Beinen, fieberte man schon dem letzten und entscheidenden Turniertag entgegen. Etwas holprig ging der erste Satz leider zugunsten der Gegner aus, aber so leicht gaben sich unsere Mädchen nicht geschlagen und gewannen souverän Satz 2. Jedoch musste das Team im letzten Satz knapp mit 11:15 die Niederlage des Spiels einkassieren und schied damit bedauerlicherweise, aufgrund des „Single Out“-Modus, schon aus dem Turnier aus. Letztendlich durften sie sich über einen 30. Platz von 70 teilnehmenden Mannschaften in der „Diamond Division“ * freuen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist ruqjzfpvimg


Die zum Teil leicht veränderten Volleyballregeln irritierten zwar anfangs etwas, aber sie ließen die Mädchen auch beweisen, dass sie anpassungsfähig und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen sind. Am Ende waren alle mit der Gesamtleistung sehr zufrieden und froh, die Chance gehabt zu haben, an solch einem einmaligen Turnier Deutschland vertreten zu dürfen. Die Teilnehmerinnen sammelten viele Erfahrungen, knüpften neue Bekanntschaften mit Teams aus der ganzen Welt und entwickelten sich sportlich weiter. Zudem eröffnete das Turnier den Mädchen die Möglichkeit, später vielleicht einen Platz an einem College in den USA zu bekommen.
Die restlichen Tage, die den Spielerinnen in den USA noch verblieben, genossen sie, nutzten sie für Regeneration oder unternahmen tolle Aktivitäten in Florida. Dazu gehörten unter anderem der Besuch des Magic Kingdom und eine Airboattour.
Es war ein tolles Erlebnis und ließ alle Sportlerinnen viele neue Menschen kennen lernen und neue Erfahrungen, sportliche sowie soziale, sammeln.

Von unserer Schule nahmen Mia Kettner aus der A24, Lena Hoffman aus der 10c sowie Caroline Glatkowski, Alexandra Reinhold, Sandra König und Franca Merte aus der A23 an diesem unfassbaren Turnier und dieser tollen Reise teil./Franca Merte
*Diamond Division = 4 höchste von 9 Ligen