Während das neue Schuljahr schon kräftig mit den Hufen scharrt, am 6. September geht es wieder los, lagen unsere Sportschüler auch in den Ferien nicht auf der faulen Haut. Meisterschaften, Trainingslager oder intensive Saisonvorbereitung – so sieht der Ferienalltag eines Schülers an der hiesigen Schule aus.

An dieser Stelle sei ein kleiner Rückblick auf vergangene Meisterschaftstage im Juli und August gestattet.

Radsport

Nach dem hervorragenden Abschneiden unserer Sportschüler bei den deutschen Meisterschaften Anfang Juli ging es Mitte August auf internationalem Parkett zur Bahn-Europameisterschaft der Altersklasse U 19 ins niederländische Apeldoorn.

Erfolgreichster Erfurter Starter war wieder einmal Willy Weinrich mit drei Medaillen. Aber auch Benjamin Boos, Franzi Arendt und Lara Sophie Jäger kehrten medaillendekoriert zurück.

Gleich zu Beginn der Europameisterschaften gelang Willy Weinrich der große Coup. Mit persönlicher Bestzeit von 1:02,221 min und einer halben Sekunde Vorsprung dominierte er das 1000m-Zeitfahren und fuhr sich so auf die oberste Stufe des Siegerpodestes und wurde Europameister.

Nach diesem Sieg bestach Willy auch im Sprint. Im Finale fuhr er gegen den Russen Kalachnik jeweils taktisch kluge Rennen, unterlag aber in beiden Läufen denkbar knapp. Trotzdem konnte er sich am Ende über seine zweite Medaille, die silberne, freuen.

Vorher räumte Willy an der Seite seiner Mannschaftskameraden Groß und Spiegel auch im Teamsprint Silber ab, nur denkbar knapp unterlag man im Finale, nach souveränen Auftritten in den Vorrunden, Großbritannien.

Benjamin Boos lieferte in der Einerverfolgung ein beherztes Rennen in der Qualifikation ab und fuhr sich so ins Finale. Hier wäre er mit der Taktik, einen überaus schnellen ersten Kilometer zu fahren, fast erfolgreich gewesen, musste aber am Ende seinem Anfangstempo Tribut zollen und dem Italiener Bonetto den Sieg überlassen. Belohnt wurde Boos mit der Silbermedaille.

Im Omnium, einem vierteiligen Mehrkampf, verpasste Benjamin hingegen nur ganz knapp eine Medaille. Am Ende reichte es zu einem ausgezeichneten 4. Platz, wobei er sogar Bester in einer der vier Disziplinen, im Ausscheidungsfahren, wurde.

Franzi Arendt fuhr sich in der Einerverfolgung ins kleine Finale und blieb in diesem Rennen nur knapp über ihrem eigenen deutschen Rekord. Die 2:24,092 min reichten am Ende ganz knapp nicht für Bronze, aber Platz 4 war der Lohn für Arendts mutiges Auftreten.

Darüber hinaus konnte Franzi sich als eine von vier Fahrerinnen des Nationalteams in der Mannschaftsverfolgung über Bronze freuen. Nachdem in der ersten Runde bereits ein deutscher Rekord gelang, besiegte man im kleinen Finale schließlich Italien.

Lara Sophie Jäger belegte im Keirin beim Sieg der Russin Lysenko einen ansprechenden achten Platz. Auch über 500m gelang ihr diese Top-Platzierung, in 36,455s kam sie über diese Distanz ins Ziel. Im Sprint schaffte es Lara bis ins Viertelfinale.

Ihren Höhepunkt bei dieser EM, den Gewinn einer Medaille, durfte Lara aber bereits zu Beginn erleben, als sie mit ihren deutschen Mannschaftskameradinnen Schneider und Müller im Teamsprint bis ins kleine Finale kam. Im Kampf gegen die Italienerinnen blieben die Deutschen siegreich und konnten sich mit Bronze schmücken.

Leichtathletik

Auch wenn in der Leichtathletik die Erfurter Medaillenträume bei deutschen Jugendmeisterschaften schon lange nicht mehr in den Himmel wachsen, so machen einige Ergebnisse der Meisterschaften 2021 Hoffnung auf die Zukunft.

Fünf Medaillen und darüber hinaus weitere sechs Top-6-Platzierungen untersetzen diese.

Und vielleicht ist ja die Silbermedaille eines ehemaligen Sportschülers unserer Einrichtung, des Gehers Jonathan Hilbert, die er über 50km Gehen bei den Olympischen Spielen in Tokio errang, ein weiterer Motor für diese Hoffnung.

Herausragender Akteur der DJM 2021 aus Erfurter Sicht war Benedikt Wallstein, der Nervenstärke bewies und im letzten Versuch im Weitsprung der Altersklasse U 18 mit einer außerordentlichen Weite von 7,63m (leider mit zu viel Rückenwind) den Sieg aus dem Feuer riss und somit deutscher Jugendmeister 2021 wurde. Sein 4. Platz über 100m in persönlicher Bestzeit von 10,81s unterstreicht das Potenzial des jungen Sportschülers.

Herausragend auch die Leistungssteigerung um fast einen Meter von Valentin Brenner im Dreisprung der gleichen Altersklasse. Sensationelle 14,68m katapultierten ihn auf den verdienten Silberrang.

Auch Robin Müller, der zu den Favoriten in seinem Wettbewerb der Altersklasse U 20 gehörte, erfüllte die Erwartungen, belegte er doch über 2000m Hindernis in 5:53,66 min ebenfalls Platz 2.

Bronzemedaillen konnten schließlich Marie Herre im Dreisprung der AK U 20 mit 12,30m und Ada Junghannß im 3000m-Gehwettbewerb der AK U 18 in 15:14,74 min einheimsen.

Knapp an den Medaillen vorbei schrammten die nachfolgend aufgeführten Athletinnen und Athleten, die aber ihre Platzierungen ebenfalls als Erfolg verbuchen können./am

PlatzNameAltersklasseDisziplinErgebnis
4.Hannes HahnU 18400m Hürden54,23s
5.Verena WesserU 18Hammer54,20m
6.Cedric SpießU 18Hochsprung1,90m
6.Emma NeuertU 18Diskus39,24m
6.Johannes FleischerU 18100m11,03s
6.Felix HöferU 182000m Hind.6:13,69min