Im Gegensatz zum Länderpokal in Göppingen, bei dem unsere  Landeswahl W 00/01 kein Spiel gewinnen konnte, sah das Gesamtergebnis der Sichtung schon etwas freundlicher aus, auch wenn immer noch große Reserven in vielen Bereichen zu erkennen sind.

Die jüngeren Spielerinnen die schon zum Länderpokal mit aushelfen mussten, profitierten von den gesammelten Erfahrungen und konnten sich in ihrem Jahrgang 2002 deutlich besser in Szene setzen. Am Donnerstag um 07.00 Uhr startete die Landesauwahl mit 12 Mädchen in Richtung Kienbaum. Nach dem Mittagessen  starteten alle Mannschaften mit den Koordinations- und Konditionstests (20mSprint, Jump & Reach, Achterlauf, Reaktivtest, Ballfluggeschwindigkeit, Standweitsprung, Bodenturnen, Torhütertest). Die Testwerte für Shuttle-Run und Liegestütz wurden im Vorfeld an den DHB übermittelt. Der 2. Schwerpunkt am Anreisetag  waren die Grundübungen A+B laut Testmanual.

Am Freitagvormittag  begannen wir  mit den Grundspielen 4:4 (defensives Abwehrverhalten) und 5:6 (offensives Abwehrverhalten der Grundspielweise einer 3:2:1 Abwehrformation). Hier konnten wir gute Ansätze erkennen und auch schon das ein oder andere Grundspiel für uns entscheiden, wobei das nicht im Vordergrund stand, sondern die individuelle technisch-taktische Ausbildung der Spielerinnen auf 2-3 Positionen (Abwehr und Angriff).

Am Nachmittag folgten die ersten Turnierspiele gegen Niedersachsen und Bremen. Gleich im ersten Spiel gegen Niedersachsen zeigten wir eine sehr gute 1. HZ, verloren aber leider mit einem Tor. Auch die 2. Getrennt gewertete Halbzeit ging verloren, es fehlte an Kontinuität im Abschluss und eine Reihe TRF  verhinderten einen Erfolg. Aber trotzdem  ein guter  Einstand in das Turnier. Im zweiten Spiel gegen Bremen sollte es dann klappen, aber trotz zweimaliger 3 Tore Führung gingen beide Halbzeiten mit minus eins verloren und das Selbstvertrauen war wieder einmal verlorengegangen. Nach einer deutlichen Aussprache und den angesprochenen Ursachen sollte die Mannschaft sich langsam als Team zusammenfinden, was sie auch am kommenden Tag unter Beweis stellte. Gegen die starken Teams aus Hamburg und Sachsen konnte jeweils eine HZ ausgeglichen gestaltet werden und sogar ein Penaltywerfen wurde gewonnen. Hier konnte sich nicht nur die Mannschaft freuen, sondern auch einzelne Spielerinnen konnten sich in den Focus der DHB- Sichter spielen.

Im Platzierungsspiel am Sonntag gegen Brandenburg wurden noch einmal alle Reserven mobilisiert und die Mannschaft belohnte sich endlich mit einem guten Auftritt, gewann beide HZ und auch das Penaltywerfen. Im Auswertungsgespräch mit dem DHB wurde Thüringen eine deutliche Steigerung der letzten Jahre bescheinigt und endlich wieder eine Mannschaft präsentiert,  die mitspielen kann.

Mit Tyra Bessert schaffte es sogar eine Spielerin in den erweiterten Kaderkreis und kann sich Hoffnung auf eine Einladung zum DHB-Lehrgang Anfang April machen. Mit Nele Weyh (Wartburg- stadt Eisenach) und Luzie Angermann (THC Erfurt) wurden noch zwei Spielerinnen lobend erwähnt.

Insgesamt ein leichter Aufwärtstrend, den es jetzt gilt kontinuierlich weiterzuführen, damit die Mädchen im kommenden Jahr zum Länderpokal auch mitspielen und vielleicht auch dort endlich wieder ein paar Punkte einsammeln können.

Für die THV-Auswahl kamen folgende Spielerinnen zum Einsatz:

Tor:        Klara Felsberg (SVW Eisenach), Lea Bach (Thüringer HC)

Feld:      Tyra Bessert, Luzie Angermann, Annabell Allstedt, Jessica Bergander, Lena Schorch (alle Thüringer HC), Nele Weyh, Laura Märtin, Dana Krömer (alle SVW Eisenach), Clarissa Graichen (Nordhäuser SV) und Beverly Schwanetal (Schlotheimer SV 1887)

Trainer:      Wolfgang Mosebach; Sylvia Stanek