291f572f-5bcf-4177-b586-9c812606e318Zwei Unterrichtsstunden der besonderen Art erlebten rund 70 Schüler der Klassenstufen A17 und A18 am Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt am 12. Mai. Die beiden ehemaligen Weltklassesportler Uwe Trömer und Dr. Sigurd Hanke sensibilisierten die Schüler im Unterrichtsfach Sporttheorie über das Thema Doping.  Beide Ex-Sportler waren einst selbst Schüler an der Einrichtung. Im Laufe ihrer Karriere kamen sowohl der damalige Bahnradfahrer Trömer als auch der frühere Schwimmer Hanke mit Doping in Berühung. Unter den Folgen leidet insbesondere das staatlich anerkannte Dopingopfer Trömer noch heute. Damit die Jugend nicht auch – bewusst oder unbewusst – zu den gefährlichen Dopingmitteln greift – betrieben beide bei der vom Landessportbund Thüringen mitorganisierten Veranstaltung im Erfurter Sportgymnasium Aufklärungsarbeit. “Es hat viele Jahre gedauert, bevor ich über dieses Thema überhaupt wieder reden konnte. Mittlerweile betreibe ich die Aufklärungsarbeit seit 15 Jahren und mache es noch gerne weiter”, erklärte Trömer, der zum Ende der zweiten Unterrichtsstunde viele Fragen der interessierten Schüler beantworten durfte.

9e995b6d-1084-4148-929c-28c32ed7023eSowohl Trömer als auch Hanke sprachen weniger über ihre eigene Vergangenheit, sondern appellierten vor allem an den Verstand der Nachwuchssportler. Dr. Hanke warnte neben Doping im Leistungssport insbesondere vor Doping im Volkssport (zum Beispiel in Fitnessstudios) sowie vor der Gefahr, als Einzelner der Beeinflussung von Außen oder einem Gruppenzwang zu erliegen. “Ich glaube, dass es immer Doping geben wird. Insofern sind Kontrollen richtig und wichtig”, erklärte Hanke und Trömer ergänzte: “Wir sind keine Nestbeschmutzer, wie in der Vergangenheit oftmals behauptet. Wir wollen den Sport wieder sauber gestalten.”