A-Juniorinnen 15-16Durch Krankheit und Verletzung hatte sich der Kader wieder einmal dezimiert, dazu kam auch noch das Pokalspiel der 2. Mannschaft im Thüringenpokal gegen Altenburg. Somit fuhr das A-Jugendbundesligateam lediglich mit neun Mädchen zur Rückrunde nach Birkenau. Gleich im ersten Spiel gegen Oldenburg wollte man noch einmal angreifen und versuchen dem Gegner richtig Paroli zu bieten. Das gelang wie im Hinspiel leider nur in der ersten Hälfte.

Am Ende musste man sich deutlich mit 24:15 geschlagen geben. Am Abend stand dann das Spiel gegen den Favoriten aus Birkenau an. Leider stand dieses Spiel  unter keinem guten Stern und schon gar nicht unter einer guten Leitung der Schiedsrichterinnen, die zu keiner Zeit in der Lage waren, die Hektik und Härte in den Griff zu bekommen.

Gleich zu Beginn des Spiels wurde Julia Redder zwei Mal knallhart zu Boden gestoßen, beide Male ohne jegliche Bestrafung! Hierbei verletzte sich Julia schwer(Gehirnerschütterung) und musste die Nacht zur Behandlung im Krankenhaus verbringen. Nach kurzer Beruhigung ging das Spiel aber weiter und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Gegen die offensive und sehr aggressive Deckung der Birkenauer fand unsere Mannschaft stets eine Antwort und lag bis weit in die zweite Hälfte immer mit 1-2 Toren in Front. Aufopferungsvoll kämpfend in der Abwehr, mit einer guten Ela Szott zwischen den Pfosten, verlangte man dem Favoriten alles ab und musste sich in der Schlussphase nur mit zwei Toren, 24:22, geschlagen geben.

Alles gegeben und doch nichts gewonnen könnte man sagen, aber das war diesmal nicht der Fall. Mit einer solchen Leistung und Einstellung in den vorangegangenen Spielen, wäre auch noch einiges mehr möglich gewesen. Das war auch die Meinung vieler Zuschauer, darunter auch der Nachwuchsbundestrainer Nico Kiener.

Im letzten Spiel am Sonntag gegen den Neusser HV sollte aber unbedingt der Bock noch einmal umgestoßen werden. In der ersten Halbzeit aber waren die Gedanken unserer Mädchen nicht auf dem Feld! und man lief schnell einem Rückstand von bis zu acht Toren hinterher. Erst eine Kabinenpredigt schien das richtige Gehör zu finden und mit Beginn der 2. Hälfte begann eine Aufholjagd, angetrieben von Ela Szott im Tor, die gleich reihenweise die Strafwürfe entschärfen konnte. So kamen die THC-Mädels  in der Schlussminute sogar zum Ausgleich, mussten aber noch einen Gegentreffer hinnehmen und verloren unglücklich mit 30:29! Trotz des Ausscheidens aus der Meisterschaft, konnten unsere Mädels die Halle mit erhobenen Köpfen verlassen.

Jetzt gilt es ganz schnell, alle Blessuren zu kurieren, somit die Mannschaftsstärke wieder komplett aufzufüllen und sich ganz konsequent auf die Qualifikation für die neue A-Jugendbundesliga Ende Mai/Anfang Juni vorzubereiten.

Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft

VfL Oldenburg –    Thüringer HC   24:15
TSV Birkenau   –     Thüringer HC  22:20
Thüringer HC   – Neusser HV        29:30

Bericht: W. Mosebach